Was? „Nur“ eine Wort-Gottes-Feier?

Mehr als Diätkost - In vielen Pfarrkirchen ist sie bereits fester Bestandteil der liturgischen Ordnung: die Wort-Gottes-Feier an Sonntagen. Viele Gemeinden sind dabei, den Reichtum dieser Feierform zu entdecken.

Wenn keine Messe stattfindet, geh ich gar nicht zur Kirche, weil es in der Wort-Gottes-Feier keine Kommunion gibt. Und außerdem kommt ein Priester gar nicht mehr vor …“, hört man oft, wenn angekündigt wird, dass am Sonntag keine Messe gefeiert wird. Dabei ist beiden Feiern zentral: „Deinen Tod, o Herr, verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.“ Für viele wirkt diese Feier wie eine „Diätkost“: schal und leer. Aber mit der Zeit kann man auch an ihr Geschmack finden.

Wort des lebendigen Gottes
Viele Menschen können kaum glauben, dass die Kirche in der Tradition „die Heiligen Schriften immer verehrt (hat) wie den Herrenleib selbst, weil sie, vor allem in der heiligen Liturgie, vom Tisch des Wortes Gottes wie des Leibes Christi ohne Unterlass das Brot des Lebens nimmt und den Gläubigen reicht“ (DV 21). ChristInnen glauben, dass Christus im Wort gegenwärtig ist: „Er selbst spricht, wenn die Heiligen Schriften in der Kirche gelesen werden“ (SC 7). Im deutschsprachigen Raum sind wir auf neue Weise gefordert, die Bedeutung des Wortes Gottes zu entdecken und es zu feiern. Das braucht noch mehr Mut, Neugier und das Vertrauen, dass Gott durch sein Wort wirkt. Daher erfüllt man durch die Teilnahme an einer Wort-Gottes-Feier das Sonntagsgebot, wenn „wegen Fehlens eines geistlichen Amtsträgers oder aus einem anderen schwerwiegenden Grund die Teilnahme an einer Eucharistiefeier unmöglich ist“ (CIC, can. 1248, §2).

„Kommunionhelfer“ des Wortes Gottes
Einen wertvollen Dienst haben die LektorInnen und Wort-Gottes-Feier-LeiterInnen inne. Sie fragen, was Gott ihnen und durch sie sagen möchte. Sie verkünden das „Wort des lebendigen Gottes“ und sind gleichzeitig wie „Kommunionhelfer“: Sie tragen dazu bei, dass sich in jeder Feier eine Wort-„Kommunion“ ereignet; sie helfen, dass Christus gehört und ihm ein Platz im Herzen bereitet werden kann – dieses Verkosten der Worte Gottes von innen her entfaltet eine eigenständige Kraft.
Gastbeitrag von Bruno Almer und Sabine Petritsch, Referenten der Diözese für Liturgie & Sakramente

In unsere Pfarre Voitsberg gibt es ausgebildete Leiterinnen und Leiter von Wort-Gottes-Feiern, sowie ausgebildete Religionslehrerinnen und Religionslehrer sowie Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten, die fallweise oder regelmäßig den Dienst der Wort-Gottes-Feier-Leitung übernehmen.
Dies sind Renate Aigelsreiter, Sabine Frei,  Rudolf Kahr, Marko Lantos, Brigitte Lienhart, Elisabeth Maderbacher, Roland Maderbacher, Herbert Meller, Angelika Rapp, Martin Rapp, Josef Scheer, Marlies Scheer, Sabine Spari und Andrea Zügner-Lenz. Nach Möglichkeit leiten zwei Personen und gestalten mit den verschiedenen Dienste (Lektoren, Ministranten, Musikern…) und der Gemeinde die Feier.



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