750 Jahre Michaelskirche

Altarweihe in der Michaelskirche zum 750-Jahr-Jubiläum Am Sonntag, den 30. September 2018 um 9:00 Uhr, wird bei einer festlichen Messfeier in der Michaelskirche der neue Volksaltar geweiht.

Im Auftrag unseres Bischofs wird Generalvikar Dr. Erich Linhardt die Weihe vornehmen, und der Madrigalchor Voitsberg wird singen. Diese erste Messfeier auf dem neuen Altar ist die wichtigste Handlung einer Altarweihe. Dazu kommen noch das Weihegebet und weitere festgelegte Riten, die teilweise seit dem 4. Jahrhundert belegt sind und den christlichen Altar deuten. Folgende Handlungen werden bei der Altarweihe vollzogen:

1. Beisetzung einer Reliquie im Altar

Im frühen Christentum wurden Kirchen und Altäre oft über Gräbern von Märtyrern errichtet. Das war nicht bei jeder Kirche möglich. Daher ist der Brauch entstanden, in die Altäre Reliquien von Heiligen einzulassen. Ambrosius von Mailand formulierte im 4. Jahrhundert die Verbindung der Reliquien mit dem Altar: „Er, der für alle gelitten hat, liegt auf dem Altar; sie, durch sein Leiden erkauft, ruhen unter dem Altar.“ Seit dem II. Vatikanischen Konzil ist nicht mehr vorgeschrieben, Reliquien im Altar beizusetzen, der Brauch soll aber in der Regel beibehalten werden.

2. Besprengung des Altars mit Weihwasser

Ähnlich wie bei einer Taufe wird der neue Altar mit Weihwasser besprengt. Diese Handlung erinnert an das Wort Jesu, dass aus seinem Inneren „Ströme lebendigen Wassers fließen“ werden. Damit meinte Jesus den Geist, den alle empfangen sollen, die an ihn glauben (Joh 7,38ff). Von diesem Geist sollen alle erfüllt werden, die von diesem Altar mit dem Leib und dem Blut Christi gestärkt werden.

3. Salbung des Altars

Durch die Salbung mit Chrisam wird der Altar zum Symbol Christi. „Christus“ bedeutet auf Deutsch „der Gesalbte“. Bei der Taufe werden wir mit Chrisam gesalbt zum Zeichen, dass wir auch Christus sichtbar machen.

4. Verbrennen von Weihrauch auf dem Altar

An fünf Stellen, die an die Wundmale Christi erinnern, wird auf dem Altar Weihrauch verbrannt. Es zeigt an: So wie der Weihrauch als Wohlgeruch zu Gott aufsteigt, so werden auch die Gebete der Gläubigen von Gott aufgenommen.

5. Weihegebet

Das Weihegebet bringt zum Ausdruck, dass der Altar für immer dem Herrn geweiht wird und bittet gleichzeitig um Gottes Segen.

6. Auflegen des Altartuchs und Anzünden der Kerzen

Das Auflegen des Altartuchs weist darauf hin, dass am Altar das eucharistische Mahl gefeiert wird. Das Altartuch knüpft damit an die weltliche Tischdecke an, mit der auch heute bei festlichen Essen ein Tisch bedeckt wird. Die Kerzen am Altar weisen auf Christus hin, der das Licht der Welt ist.

Im Anschluss an den Festgottesdienst wollen wir am Platz vor der Michaelskirche weiterfeiern. Es wird für Speis und Trank gesorgt sein. Es gehört zu einem christlichen Leben, sich über das Schöne und Gute immer neu zu freuen. Der Grund für diese Freude liegt in unserem Glauben, dass Christus das Böse und den Tod für uns alle überwunden und besiegt hat. Das lässt uns auch das Schwere im Leben annehmen und ertragen. Das zeigen und feiern wir nicht nur im Gottesdienst, sondern auch im freudigen Zusammensein, wenn wir miteinander essen und trinken und herzliche Gemeinschaft erfahren.

Ich lade Sie sehr herzlich zu diesem Fest der Altarweihe ein, das den Auftakt unserer Festwoche bildet. Am Mittwoch, den 3. Oktober findet unsere Pfarrwallfahrt nach Mariazell statt, am Freitag, den 5. Oktober um 19:30 Uhr gibt es in der Michaelskirche wieder ein Kirchenkonzert, das unser Organist DI Martin Berger mit anderen Musikern geben wird, und am Sonntag, den 7. Oktober schließt sich der Festkreis mit dem Erntedankfest, das wir um 9.00 Uhr mit der Segnung der Erntekrone am Hauptplatz beginnen. Ich freue mich auf Ihr Kommen und Mitfeiern.

 

Ihr Pfarrer

Mag. Gerald Krempl

Downloads



Grüß Gott auf unserer Website! Wir verwenden Cookies, um die Bereitstellung unserer Inhalte und Services zu erleichtern. Mit der weiteren Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.Mehr Informationen

OK